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Verwaltungsgemeinschaft Obermichelbach-Tuchenbach  |  E-Mail: info@vg-obermichelbach-tuchenbach.de  |  Online: http://www.vg-obermichelbach-tuchenbach.de

Abwasserentsorgung in der Gemeinde Obermichelbach

Die Gemeinde betreibt eine Entwässerungsanlage. Die Abwässer werden an die Kläranlagen der Stadt Fürth zur Reinigung übergeleitet. Einzelheiten können der Entwässerungssatzung der Gemeinde entnommen werden.

 

Ab August 2006 neu eingeführt wurde die Niederschlagswassergebühr für befestigte Flächen.

 

Die Einleitungsgebühr beträgt (Stand 2015) € 3,71 pro cbm Abwasser nach Frischwasserverbrauch und € 0,86 pro qm befestigte Fläche.

 

Berechnungsgrundlage für das Abwasser ist grundsätzlich der Frischwasserverbrauch entsprechend der Zählerablesung des Wasserzweckverbandes Eltersdorfer Gruppe.

 

Es besteht die Möglichkeit, die nicht der Entwässerungsanlage zugeführte Wassermenge mittels Gartenwasserzähler nachzuweisen und somit in Abzug zu bringen. Hierzu ist ein entsprechender Antrag bei der Verwaltung zu stellen. Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte auch dem § 10 der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung.

 

 

Geteilter Gebührenmaßstab bedeutet:

 

  • Die Schmutzwassergebühr wird nach dem Frischwasserverbrauch pro Kubikmeter berechnet.

 

  • Die Niederschlagswassergebühr wird nach Quadratmetern der befestigten Flächen ermittelt, von
    denen Niederschlagswasser der Kanalisation zugeführt wird.

 

 

Welche Flächen werden mit welchem Maßstab zur Niederschlagswassergebühr herangezogen?

 

Mit 100 % ihrer Fläche (= Abflussfaktor  1,0) gebührenpflichtig sind:

 

1.       Nicht begrünte Dachflächen (maßgebend ist die Draufsichtsgröße = Dachgrundfläche) mit Oberflächen­wasserzuführung zur Kanalisation

 

2.       Straßen und Wege - gemeindliche wie private - soweit diese in die Kanalisation entwässert werden.

 

3.       Sonstige künstlich befestigte, wasserundurchlässige und wasserteildurchlässige Flächen, von denen das Oberflächenwasser in den Kanal gelangt, z.B. Betonflächen, Betonsteinpflaster, Asphalt, Pflaster oder Plattenbelag

 

hierbei ist zu beachten:

Auch die nur mittelbare Zuleitung von Oberflächenwasser in die Kanalisation‚ z.B. von einer hängigen Garagenzufahrt‚ von der das Oberflächenwasser über den Gehsteig auf die kanalisierte Straße abfließt ( - siehe das Musterschaubild in diesem Merkblatt - ),  wird zur neuen Niederschlagswassergebühr herangezogen. Eine Versickerung kann nur dann anerkannt werden, wenn eine Versickerungsanlage vorhanden und nachgewiesen wird.

 

 

Mit 30 % ihrer Fläche ( = Abflussfaktor  0, 3 ) gebührenpflichtig sind:

 

1.  Begrünte Dachflächen, wenn sie einen Kanalanschluss haben,

 

2.  Pflaster mit breiten Rasenfugen und Rasengitterstein (durchlässiger Fugenanteil mind. 30 %).

     

     

    Zisternen

     

    Befindet sich auf dem Grundstück eine Regensammelanlage (z.B. Zisterne) mit einem Fassungsvermögen von mindestens 4 m³ mit Notüberlauf in die Kanalisation, werden pro Kubikmeter Speicherkapazität 8 m² der modifizierten befestigten Fläche abgezogen.

     

     

    Nicht gebührenpflichtig sind (= Abflussfaktor Null)

     

    1.       Dachflächen und sonstige künstlich befestigte Bodenflächen‚ von denen das Oberflächenwasser entweder versickert oder auf dem eigenen Grundstück in ein Gewässer eingeleitet wird.

     

    2.       vollkommen wasserdurchlässig befestigte Flächen, z.B. Wegeflächen mit Sand, Splitt, Kies.

     

    Wie werden die gebührenpflichtigen Flächen ermittelt?

     

    Der Gemeinderat hat sich bei mehreren Möglichkeiten für die „Selbstauskunft" entschieden, bei der die Bürger Kosten sparen und bei der Erhebung mitwirken können. Für dieses Verfahren haben sich auch die Städte Nürnberg und Fürth entschieden.

     

    Den Bürgern steht dabei die Verwaltung beratend zur Verfügung (Frau Schad, Tel. 99 7 55-17, Zi. 2.7 1. Stock).

     

    Die Auswertung der Fragebogen erfolgt durch die Verwaltung, welche die Festsetzung der Flächen als Grundlage für die Niederschlagswassergebühr im Gebührenbescheid heranzieht. Ändern sich diese Flächen (z.B. durch Entsiegelung, Dachbegrünung oder Anbau), muss dies der Verwaltung mitgeteilt werden, woraufhin eine neue Festsetzung erfolgt.

     

    Die Verwaltung wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Angaben der Grundstückseigentümer stichprobenartig nachprüfen, um Missbrauch auszuschließen.

     

    Was kann zur Vermeidung hoher Niederschlagswassergebühren getan werden?

     

    Für Niederschlagswasser, das nicht in die Kanalisation (Misch- und Trennsystem) gelangt, müssen keine Gebühren gezahlt werden. Versickert das Niederschlagswasser befestigter Flächen auf dem eigenen Grundstück und haben diese Flächen keinen Kanalanschluss, werden sie nicht herangezogen.

     

    Die Wegebefestigung mit wasserdurchlässigen Belägen, die Begrünung von Dachflächen, die Anlage größerer Zisternen oder Wassersammelbecken oder eine Flächenentsiegelung können erheblich zur Kosteneinsparung beitragen.

     

    Die aktuellen Satzungen finden sie hier

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